Familienzuwachs

Meine Familie =^_^=
In letzter Zeit war es ja ziemlich ruhig auf meinem Blog. Dafür gibt es auch einen wunderschönen Grund:

Unser kleiner Prinz ist da!
Wir sind total glücklich. Unsere kleine Maus hat jetzt ein Brüderchen und sie geht (für ihre Verhältnisse) total lieb mit ihm um. Anfangs hatten wir etwas Bedenken, dass sie eifersüchtig sein könnte, aber das ist überhaupt nicht der Fall. Wir sind total glücklich. Auch wenn die Geburt nicht ganz so verlief, wie geplant…

Geburt – Es geht los?
In der Nacht vom 2. Auf den 3. Februar, bekam ich leichte Wehen, die ganz regelmäßig alle 10 Minuten kamen. Also habe ich gleich mal in der Klinik angerufen und nachgefragt, ob ich da vorbeikommen soll. Die Hebamme am Apparat meinte, dass ich mich auf den Weg machen soll, wenn die Wehen regelmäßig etwa alle 8 Minuten kommen. Also haben wir gleich mal in Ruhe alle Sachen eingepackt und unsere kleine Prinzessin, die schon längst geschlafen hat, mitsamt ihrem Schlafsack ins Auto geladen (natürlich sicher im Kindersitz angeschnallt). Unsere kleine Maus haben wir dann bei meinen Eltern gelassen, dafür meine kleine Schwester eingepackt und uns nach einigem Abwarten auf den Weg ins Krankenhaus gemacht, als die Wehen etwa alle 6 Minuten kamen.
Im Krankenhaus hab ich dann ewig am CTG gehangen und…. Durfte nach einigen Stunden wieder heim. Ich hatte zwar regelmäßig alle 4 Minuten Wehen, aber die haben nicht „ausgereicht“ v_v Also doch noch abwarten…
Da es ja so langsam auf den errechneten Entbindungstermin (der am 10. Februar sein sollte) zuging, und ich da nicht über den Termin kommen durfte (wegen meinem vorangegangenen Kaiserschnitt durch falsche Lage unserer Zuckermaus), hab ich mir langsam doch Sorgen gemacht, ob ich das „neue Baby“ überhaupt auf natürlichem Weg bekommen darf…

Geburt – Es geht wirklich los
Am 5. Februar war ich wegen starken Schmerzen im Rippenbereich noch einmal bei meinem Frauenarzt. Laut CTG hatte ich wieder regelmäßige Wehen und die waren inzwischen auch teilweise mit leichten Schmerzen verbunden. Die Rippenschmerzen waren zum Glück nicht bedenklich (wenn sie auch schmerzhaft waren und leider bis heute noch sind). Aber bei den Wehen meinte der Arzt, dass die Geburt vermutlich sehr bald losgeht und der Kleine nicht mehr bis zum Termin warten wird. Da war ich dann doch erleichtert. Denn das hieß, dass die Chancen auf eine natürliche Geburt gut standen.
Am Abend bekam ich dann wieder ganz regelmäßig Wehen und die Schmerzen wurden immer schlimmer. Auch ein heißes Bad hat da nicht mehr geholfen. Da unsere kleine Maus zu der Zeit schon im Bettchen lag und schlief, mussten wir sie schon wieder mitsamt Schlafsack zu meinen Eltern bringen. Als wir bei meinen Eltern waren, konnte ich vor Schmerzen kaum noch gehen. Irgendwie habe ich es geschafft mich von meiner kleinen Maus zu verabschieden und wieder ins Auto zu fallen, während mein Mann sie bei meinen Eltern abgegeben hat und auf meine Schwester wartete. Auf der Fahrt ins Krankenhaus hab ich dann vor lauter Schmerzen fast das Auto zerlegt und meinem Mann und meiner Schwester beinahe einen Tinnitus beschert ^^‘
Im Krankenhaus (keine Ahnung, wie ich es überhaupt bis dahin und dann noch bis in den Kreißsaal geschafft habe), musste ich mal wieder ans CTG und wurde von der Hebamme untersucht. Die hat mir dann auch gleich gesagt, dass der Muttermund nur minimal geöffnet ist. Die Geburt hat also noch nicht mal richtig angefangen. Da bin ich dann fast gestorben. Die Schmerzen waren ja erst der Anfang und schon extremst heftig. Nach einiger Zeit wurden sie dann wirklich noch heftiger (ich hätte echt nicht gedacht, dass das überhaupt noch geht). Und nach ca. zwei Stunden, in denen ich etwas alle 2 Minuten wirklich schlimme Wehen hatte, war der Muttermund dann auch schon 7-8 cm geöffnet. Liegen konnte ich vor lauter Schmerzen und trotz Schmerzmittel zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr und hab mich bei jeder Wehe auf den Boden geworfen (was die Hebamme jedes Mal verzweifeln ließ).
Leider zeigte das CTG bei jeder Wehe an, dass die Herztöne des Kindes runtergingen. Obwohl ich mich wirklich sehr bemüht habe, richtig zu atmen und es am Ende sogar irgendwie geschafft habe auf dem Bett im Kreißsaal auf dem Rücken liegen zu bleiben (was wirklich an Folter grenzt), wurden die Herztöne in den Wehen nicht besser. Die hinzugezogene Ärztin hat dann noch eine weitere Ärztin hinzugezogen. Die meinte dann, dass wir eigentlich Blut vom Kopf des Kindes nehmen müssten, um zu untersuchen, ob wir die Geburt so weiterlaufen lassen könnten. Das war dann aber leider nicht mehr möglich, weil die Wehen zu stark waren. Als die Ärztin dann ganz besorgt geschaut hat und meinte, dass sie kein gutes Gefühl bei der Sache hat und mir auf jeden Fall doch zum Kaiserschnitt raten würde, sind mir die Tränen gekommen und ich dachte nur „Schon wieder versagt! Ich werde kein einziges meiner Kinder selbst zur Welt bringen!“. Das war in dem Moment für mich schlimmer, als die Schmerzen. Trotzdem stimmte ich dem Kaiserschnitt zu. Ich wollte schließlich kein Risiko für unser Kind eingehen.
Ich bekam noch irgendwelche Medikamente, die die Wehen angeblich bremsen sollten (davon habe ich nicht wirklich etwas bemerkt) und dann ging es runter zur OP. Irgendwie schaffte es der Anästhesist tatsächlich die Spinalanästhesie zu legen und dann war ich plötzlich die Wehenschmerzen los. Ich hatte dabei total das schlechte Gewissen, weil ich die Schmerzen los war. Die OP selbst habe ich zwar mitbekommen, stand dabei aber irgendwie auch neben mir. Dann kam jemand mit dem Kind, das mir gerade aus dem Bauch geschnitten wurde (und ich nicht selbst zur Welt gebracht hatte) hinter der Abdeckung hervor und ich habe es schreien hören. Mein Mann ist dann auch zum Kind gelaufen und dieses Mal hat man mir es kurz danach auf die Brust gelegt. Ich hatte Tränen in den Augen und habe mich irgendwie nur als Versagerin gefühlt. Trotzdem war der Moment auch irgendwie schön, weil ich den Kleinen direkt begrüßen durfte.
Irgendwie war ich in dem Moment wohl einfach total verwirrt. Keine Ahnung. Aber ich denke, das darf man auch mal sein, wenn man sich eigentlich eine natürliche Geburt gewünscht hat und dann so kurz vor dem Ziel (der Muttermund war wohl komplett geöffnet und es hätte vermutlich nicht mehr lange gedauert, dann wäre der Kleine „normal“ geboren worden) doch noch ein Kaiserschnitt nötig ist.
Der Kleine war übrigens glücklicherweise gesund und es gab eigentlich auch gar keinen Grund für die abfallenden Herztöne. Trotzdem war es wahrscheinlich ein Riesenglück für mich, dass die Ärztin mir so eindringlich von einer natürlichen Geburt abgeraten hat. Hätte ich es versucht, wäre es für mich ziemlich sicher nicht so gut ausgegangen. Die operierende Ärztin hat mir nach der OP erzählt, dass die Narbe an der Gebärmutter dünn war wie Papier und bei einer natürlichen Geburt wahrscheinlich gerissen wäre. Das hätte dann ganz anders ausgehen können… Also hat mir unser kleiner Schatz vermutlich das Leben gerettet. Und das schon vor seiner Geburt.

Nach der Geburt
Nach der OP war ich relativ schnell wieder fit und nach vier Tagen durfte ich mit unserem neuesten Familienmitglied wieder nach Hause gehen. Jetzt sind wir zu viert und superglücklich. Auch wenn unser jüngstes Familienmitglied unheimlich viel Aufmerksamkeit und Zuwendung benötigt und auch seine große Schwester natürlich nicht zu kurz kommen darf. Mein Mann hat zwar noch Urlaub, aber da der Kleine meistens stündlich oder öfter gestillt werden will, ist es momentan gar nicht so einfach. Daher leidet dann natürlich auch mein Blog ein wenig. Aber ich bin guter Dinge, dass sich das bald einpendelt und ich auch wieder mehr Zeit dafür finde. Schließlich warten noch jede Menge Berichte darauf, auf meinem Blog veröffentlicht zu werden =^_^=

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