Besichtigung der Backstube der Bäckerei & Konditorei Welling

Heute möchte ich Euch von der spannenden und interessanten Führung durch die Backstube der Bäckerei & Konditorei Welling berichten, bei der ich bei einem Gewinnspiel einen Platz gewonnen habe und die Ende März stattfand.

Im Januar gab es auf der Facebookseite der Bäckerei und Konditorei Welling ein Gewinnspiel, bei dem zehn Gewinner gezogen wurden, die mit einer Begleitperson an einer Führung durch die Backstube der Bäckerei & Konditorei Welling teilnehmen durften. Bei der Verlosung hatte ich im ersten Anlauf allerdings kein Glück. Umso mehr habe ich mich aber gefreut, als ich als Nachrücker doch noch unerwartet einen Platz gewonnen habe.

 

Welling 000Ende März war es dann so weit und meine Schwester und ich waren schon total gespannt auf die Führung. Zusammen mit den anderen Gewinnern und deren Begleitungen fanden wir uns am 23. März um 20 Uhr vor der Backstube in Saarwellingen ein. Dort wurde alle Gäste sehr herzlich von Frau Oetinger und Herrn Paul empfangen und als alle Gäste vollzählig waren, begann die Führung.

Herr Paul zeigte und erklärte sehr viel und man wurde von seiner Begeisterung und der Liebe zu den Produkten richtig mitgerissen. Frau Oetinger stand während der Führung jederzeit für Fragen zur Verfügung. Man merkte richtig, dass hier alle hinter dem Produkt stehen und es wurde nichts versteckt oder verheimlicht. Zur Herstellung der Teige für verschiedene Brotsorten wurde uns sehr viel gezeigt und man bekam einen Eindruck, wie viel Arbeit dahinter steckt. Denn alle Backwaren werden noch traditionell hergestellt und darauf ist man hier auch sehr stolz.

 

 

Hand in Hand

Besonders faszinierend fand ich, wie alle Bäcker Hand in Hand arbeiteten und alle perfekt miteinander harmonierten. Zu Beginn der Führung sahen wir, wie mehrere Bäcker Brote herstellten und den Teig in die Formen gaben. Einer portionierte den Teig in Stücke in genau dem richtigen Gewicht und zwei Bäcker waren dafür zuständig, den Teig in die richtige Form zu bringen und in die Backform zu legen. War ein Blech mit mehreren Broten fertig, wurde es in eine Art Rollregal geschoben und das nächste Blech bestückt. Das alles ging ohne Absprachen und ohne große Worte.

 

 

Das Lager

Welling 002Im Lager zeigte Herr Paul uns dann die riesigen Mehltanks. Hier wird das Mehl über Lastwagen angeliefert und in den riesigen Tanks gelagert (die Tanks sind wirklich so groß, dass es gar nicht so einfach war, den kompletten Tank aufs Bild zu bekommen).

Beim Einfüllen des Mehls wird dieses durchgesiebt und von oben in die Tanks eingefüllt. Die benötigte Mehlmenge wird dann am unteren Ende des Tanks über Rohrsysteme abgerufen und dabei noch einmal gründlich durchgesiebt. Neben dem Mehl gab es in dem Lager auch weitere Zutaten, die für die Tagesproduktion benötigt werden.

 

 

 

Echte Handarbeit

Welling 003Beeindruckend fand ich auch die Maschinen (die mich ein bisschen an eine XXXXXL Küchenmaschine erinnern), die den Teig rühren und die vorbereiteten Zutaten für die Teige. Welling 004Im Prinzip ist es ähnlich, wie wenn man zuhause einen Teig zubereitet, nur die Dimensionen sind ein wenig größer ^^

Aber man sieht sehr schön, dass alles noch echte Handarbeit ist und mit Liebe gebacken wird.

 

 

Das Getreide

Die Liebe zum Produkt durften wir dann auch bei der nächsten Station noch einmal erleben. Hier gab es große Eimer mit vorbereitetem Getreide. Denn das Getreide kommt nicht einfach so ins Brot, sondern je nach Sorte wird alles mehrere Stunden lang eingeweicht. Dadurch wird das Brot nicht so trocken und krümelt auch nicht so und es ist auch bekömmlicher.

Auch die nächste Station spielt eine wichtige Rolle. In der Bäckerei & Konditorei Welling werden nicht nur verschiedene Getreidesorten (Roggen, Dinkel, Gerste, Mais usw.) verwendet, sondern diese Sorten auch noch in unterschiedlichen Formen eingesetzt. Je nach Mahlgrad erhält man somit Schrot, grobes Mehl oder sehr fein gemahlenes Mehl aus den ganzen Körnern oder sie werden zu Flocken gepresst.

Im rechten Bild sieht man sehr gut Mais (ganz links, gelb) und auch Dinkel (leicht rötlich, 3. von rechts) ist gut zu erkennen. Außerdem sieht man noch Weizen, Vollkorn und Gerste. Alle Brote haben übrigens unterschiedliche Zusammensetzungen.

Das aufwändigste Brot aus dem Hause Welling ist übrigens das 6-Korn Vollkornbrot, das aus 17 Zutaten besteht. Wir durften dieses und auch weitere Brotsorten probieren und allesamt waren wirklich sehr lecker.

 

Brötchen 

Welling 009.JPGDer ein oder andere hat sicher schon einmal so eine Maschine gesehen, bei der man einen Teigfladen einlegt und die dann daraus eine bestimmte Anzahl exakt gleich großer Brötchen rollt. Auch hier wird eine solche Maschine verwendet und in nach kurzer Zeit erhält man aus einem Teigfladen (wie in der Mitte auf dem Tisch zu sehen), 30 fertig geformte Brötchen (links im Bild), die sich anschließend weiter verarbeiten lassen.

Welling 010.JPGAus diesen Teigrohlingen lassen sich dann Brötchen in allen möglichen Formen herstellen. Jedes Brötchen hat seine eigene Form und so entstehen Spitzweck, Tafelweck, Doppelweck, Milchbrötchen, Körnerbrötchen, Semmeln und wie sie alle heißen. Allerdings heißt das natürlich nicht, dass diese Brötchen alle aus dem gleichen Teig gemacht werden. Denn jedes Brötchen hat bei Welling ein eigenes Rezept. Lediglich Tafelweck und Doppelweck haben das gleiche Rezept. Trotzdem fand ich es sehr interessant, was es alles für verschiedene Formen bei Brötchen gibt.

 

Die Konditorei

Auch in die Konditorei durften wir einen kurzen Blick werfen. Während bei den Bäckern in der Backstube eher schnell und wie in einem großen Uhrwerk gearbeitet wurde, ging es in der Konditorei eher filigran und künstlerisch zu. Die Torten erinnern an Kunstwerke und auch die selbstgemachten Deko-Elemente sind sehr fein und liebevoll gearbeitet.

 

Ein gelungener Abend

Die Führung durch die Backstube der Bäckerei & Konditorei Welling hat uns sehr gut gefallen und es war sehr interessant, zu sehen, wie viel Arbeit hinter einem Brot oder einer Torte steckt. Besonders gut gefallen hat mir, dass Herr Paul so eine Begeisterung und eine Liebe zu den Produkten zeigte und man richtig gemerkt hat, dass er seinen Beruf liebt.

Aber die Führung hat mich auch ein wenig nachdenklich gemacht. In den meisten Supermärkten kann man inzwischen Brot und Backwaren kaufen, die maschinell hergestellt wurden und oft auch etwas billiger sind, als die Backwaren, die man beim traditionellen Bäcker kaufen kann. Aber was den Geschmack angeht, gibt es doch einen großen Unterschied.

Und natürlich hat auch niemand etwas zu verschenken. Der oft etwas billigere Preis wird nicht nur dadurch erzielt, dass etwas maschinell hergestellt wird, sondern auch die Zutaten spielen eine Rolle. Wenn ein Brot aus eher billigem Weizenmehl mit ein paar Körnern besteht, so ist klar, dass es in der Herstellung weniger kostet, als ein Brot das aus „echtem“ Vollkornmehl besteht. Genauso kann man einen Kuchen, in dem sich gerade mal eine Handvoll Aprikosen oder Äpfel befinden günstiger herstellen, als einen der richtig mit Obst in guter Qualität belegt ist.

 

Dankeschön 

Ein ganz liebes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle der Bäckerei & Konditorei Welling für den spannenden und informativen Abend aussprechen. Herrn Paul und Frau Oetinger für die interessanten Einblicke in den Bäckeralltag, den fleißigen Bäckern und Konditoren, den Verkäuferinnen und allen Beteiligten. Meiner Schwester und mir hat die Führung sehr gut gefallen und wir haben viel gelernt. Dankeschön =^_^=

 

Zuerst gebloggt auf www.bloggerbienchen.net

 

8 Gedanken zu “Besichtigung der Backstube der Bäckerei & Konditorei Welling

    • Hallo Susi
      Ja, das stimmt. Und ich finde, dass es auch für die Bäckerei spricht, so etwas überhaupt anzubieten, wo andere Bäckereien ein Riesengeheimnis um ihre Backstuben machen.
      Es war auch sehr interessant, zu erfahren wo unser Brot und die Backwaren herkommen.
      Liebe Grüße,
      Melanie =^_^=

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    • Hallo kunterbunt79
      Ja, das war es auf jeden Fall. Wir haben sehr viel erfahren. Vor allem auch, wie viel Arbeit selbst hinter so einfachen Produkten wie Brot und Brötchen vom Bäcker steckt.
      Liebe Grüße =^_^=

      Gefällt mir

  1. Für diesen sehr aussagefähigen und wirklich sehr emotionalen Bericht möchte ich mich ganz herzlich bedanken.
    In einer Zeit, in der wir „echten“ Handwerksbäcker, es immer schwerer haben uns von der Industrie abzusetzen, „Lidl wirbt täglich frisch aus Ihrer Bäckerei“ tut solch eine objektive Berichterstattung richtig gut.
    Es ist auch toll, wenn unsere Kunden unsere echte Hanwerksprodukt schätzen und uns dies auch mitteilen.
    Nochmals vielen Dank
    Joachim Paul / Bäckerei Welling und Bäcker aus Leidenschaft 😉

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    • Hallo Katrin
      Interessant war es auf jeden Fall. Und lehrreich, denn man denkt beim Kauf von Brot, Brötchen oder Backwaren oft viel zu selten darüber nach, wie viel Arbeit hinter alledem steckt.
      Ich bin auch sehr froh, dass ich einen Platz gewonnen habe, selbst ohne den „Sonderstatus“ als Blogger ^^ Aber die Werbung macht die Bäckerei sowieso selbst am besten, indem sie allen Kunden die gleiche gute Qualität und Service anbietet und offen und ehrlich auf Fragen eingeht. Mir war es nur eine Herzensangelegenheit, über meine Eindrücke zu berichten, weil ich alles selbst so interessant fand.
      Liebe Grüße,
      Melanie =^_^=

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